Künstler versuchten durch ihre Arbeit Zeichen zu setzen. Nils-Udo, der Ende 1969 von Paris nach Oberbayern zog und der schon früher eine innige und unmittelbare Beziehung zur Natur aufgebaut hatte, fand nun sein eigentliches Arbeitsfeld: Er wollte sein Schaffen in engste Verbindung zur Natur bringen, die er zunächst in den Wäldern und Brachen Bayerns vorfand. Gleich zu Beginn seiner Arbeit hatte der Künstler beschlossen alle seine Aktivitäten mit der Kamera zu begleiten. Er kaufte sich eine zweiäugige Yashica und für die nötigen fotografischen Grundkenntnisse ein Foto-Taschenbuch. Die Fotografie fasziniert Nils-Udo immer dann, wenn die Natur im Spiel ist. Seine Leidenschaft allerdings gilt der Malerei.  

Der mit seiner Malerei angestrebten Abstand zur realen Natur bedeutet nicht, dass der Künstler sein eigentliches Grundanliegen aufgegeben hat, die verborgenen Werte einer unberührten Natur zu suchen, ihre Unverzichtbarkeit für die Existenz der Zivilisation aufzuzeigen und ihre ästhetische Überzeugungskraft zu verdeutlichen. In der Malerei Nils-Udos spielt die Farbe eine wesentliche Rolle. Diese Dominanz der Farbe wird ergänzt durch eine neue Art der Linienführung. Nils-Udo umfasst häufig Äste, Baumstämme und Wasserläufe mit Begrenzungslinien.

In seinen Malereien erreicht der Künstler eine neue bildimmanente Farbstimmung, die nicht mehr der Natur entstammt, aber trotzdem die Atmosphäre des aufgenommenen Naturphänomens emotional umschreibt.